Stadtplan Leverkusen
02.12.2017 (Quelle: Bayer 04)
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Bayer 04 engagiert sich erneut im Libanon


Nach einem erfolgreichen Projektstart im September kehrten vergangene Woche Instruktoren von Bayer 04 Leverkusen und anderen Vereinen der Football Club Social Alliance (FCSA) in den Libanon zurück. Dort bilden sie bis zum nächsten Frühjahr 30 junge Frauen und Männer zu Kinderfussballtrainern aus. Diese sollen über den Fussball Begegnungsmöglichkeiten für geflüchtete und libanesische Kinder bieten und deren Entwicklung und das friedliche Zusammenleben durch Spass und Lernspiele fördern.
Der Libanon hat zahlreiche Geflüchtete aus Palästina, aus dem Irak und seit Ausbruch des Bürgerkrieges weit über eine Million Menschen aus Syrien aufgenommen. Kein anderes Land hat in Relation zu seiner Bevölkerung (4,5 Millionen) mehr Flüchtlinge. Das stellt das kleine Land vor eine grosse Aufgabe. Es kämpft verständlicherweise mit enormen Schwierigkeiten, die Flüchtlinge und arme libanesische Familien zu versorgen und das sichere Zusammenleben in den Gastgemeinden zu gewährleisten.
Die FCSA hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, sozial engagierte Libanesen und Flüchtlinge auszubilden und ihnen beizubringen, Kindern über Fussballaktivitäten grundlegende Werte für ein friedliches Miteinander zu vermitteln. Das zweite Modul dieser Kinderfussballtrainerausbildung fand Ende November in Beirut statt und wurde gemeinsam von Instruktoren von Bayer 04, Werder Bremen, Schalke 04 und dem FC Basel geleitet.
Peter Quast aus Leverkusen war als Instruktor dabei. «Die Situation der Menschen im Libanon ist wirklich schwierig. Sie suchen nach einem Strohhalm und wir freuen uns, hier in diesem Land etwas Sinnvolles zu tun. Die Young Coaches, unsere Teilnehmer, saugen alles auf, was wir ihnen beibringen und an die Hand geben. Sie sind wissensbegierig und können bereits selbstständig Vieles bewirken. Es ist schön zu sehen, dass sowohl die Männer wie auch die Frauen ihre Arbeit mit Kindern mit Leidenschaft machen.»
Die 30 Young Coaches sind begeistert von der Ausbildung und ihren neuen Fähigkeiten. «Vor der Ausbildung hatte ich eine vage Vorstellung davon, wie man Trainings gibt», erklärte Young Coach Quaitba, ein irakischer Flüchtling. «Jetzt habe ich gelernt, wie die Kinder gleichzeitig lernen und Spass haben können. Ich kann nun Übungen an jede Situation, an jedes Alter oder Niveau anpassen. Ich fühle mich viel wohler und die Kinder haben Spass». Young Coach Minas, eine Geflüchtete aus Syrien, fügte an: «Angangs haben viele Kinder mein Training mittendrin verlassen. Die Jungs wollten erst gar nicht mitmachen. Dann habe ich von den Instruktoren gelernt, meine Übungen besser dem Niveau der Kinder anzupassen und sie zu begeistern. Die Kinder sind nun konzentriert und selbst die Jungs freuen sich bereits auf die nächste Stunde.»
Das Ausbildungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit Scort, dem Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR), der AFC Dream Asia Foundation der asiatischen Fussballkonföderation und des libanesischen Fussballverbandes durchgeführt. Es ist bereits das dritte Projekt von Bayer 04 Leverkusen mit der FCSA, welches die schwierige Situation von Flüchtlingen weltweit direkt angeht und jungen Menschen durch die Ausbildung neue Perspektiven aufzeigt.


4 Bilder, die sich auf Bayer 04 engagiert sich erneut im Libanon beziehen:
29.11.2017: Freude
27.11.2017: Fußballtraining
26.11.2017: Trainer
26.11.2017: Trainer

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Letzte Änderung am 03.12.2017 00:01 von leverkusen.
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