Stadtplan Leverkusen
13.11.2017 (Quelle: KulturStadtLev)
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Dada Masilo: The Dance Factory Johannesburg (ZA) - Swan Lake


„So frech, so laut, so rasend schnell kann der Schwanensee interpretiert werden“, schrieb M. Da-vid-Wenk 2014 in der Badischen Zeitung über diese Produktion aus Südafrika.
Und tatsächlich: In diesem außergewöhnlichen Tanzereig-nis präsentiert sich der Ballett-Klassiker „Schwanensee“ mal ganz anders, nämlich aus einer jungen, südafrikani-schen Sicht.
Die Tänzerin und Choreographin Dada Masilo, Shootingstar der südafrikanischen Tanzszene, schafft mit Talent, Humor und hervorragenden Tänzern eine hinreißende Dekonstruk-tion des europäischen Ballettklassikers – weiße Tutus (auch für Männer), schwanenhafte Grazie und romantische Liebesgeschichte inbegriffen. Ihr „Schwanensee“ themati-siert aber auch aktuelle Themen wie Geschlechterrollen, Homophobie oder AIDS und verbindet klassische mit zeit-genössischer und afrikanischer Bewegungssprache.
„Der Pas de deux zwischen Siegfried und Odile (…) ist in der Unmöglichkeit dieser Liebe ergreifend schön“, so Brian Seibert 2016 in der New York Times
Nach wenigen Einzelgastspielen in Deutschland ist diese mitreißende und berührende Produktion mit dem jungen Ensemble von The Dance Factory Johannesburg, Südafrika, nun zum ersten Mal auf Deutschland-Tournee und macht dabei am 28. November (19:30 Uhr) auch Station im Forum Leverkusen.
Konzept und Choreografie dieser Dance-Factory-Produktion stammen von der südafrikanischen Ausnahme-Tänzerin und Choreografin Dada Masilo. Die 14 Tänzerin-nen und Tänzer des Ensembles tanzen zu Kompositionen von Peter I. Tschaikowsky, Camille Saint-Saëns, Arvo Pärt und Steve Reich. Das Lichtkonzept entwarf Suzette Le Sueur (gleichzeitig Leiterin der Dance Factory), die Kostüme stammen von Dada Masilo und Suzette le Sueur. Dada Masilos „Schwanensee” ist ein Auftragswerk für das National Arts Festival (Südafrika) und wurde dort 2010 uraufgeführt.
Dada Masilo ist im südafrikanischen Johannesburg geboren und aufgewachsen. Mit 11 Jahren nahm sie ihr Tanztraining bei The Dance Factory auf. Sie besuchte außerdem die National School of the Arts in Johannesburg und schloss ihre dortige Ausbildung mit 17 ab. Nach einem Jahr als Elevin am Jazzart Dance Theatre in Kapstadt wurde sie an den Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel aufgenommen, wo sie zwei Jahre blieb. Nach ihrer Rückkehr nach Südafrika 2006 begann sie mit dem Choreografieren. 2008 wurde sie mit dem renommierten Standard Bank Young Artist Award im Bereich Tanz ausgezeichnet. Vom National Arts Festival bekam sie den Auftrag, drei Werke zu schaffen: „Romeo und Julia“ (2008), „Carmen“ (2009) und „Schwanensee“ (2010). 2011 lud man sie ein, das von ihr choreografierte Solo „The Bitter End of Rosemary“ (eine „Hamlet“-Paraphrase über Ophelias Tod) beim Festival Anticodes im französischen Brest zu zeigen. Danach durfte sie mit ihren Choreografien auf Europa-Tournee gehen. Bislang war „Schwanensee“ u. a. in Frankreich zu sehen, in sechs italienischen Städten (darunter auch in Rom), in der Schweiz, in Stockholm, Innsbruck, Luxemburg, Düsseldorf und Hamburg.
Im September 2014 eröffnete Masilo die Biennale in Lyon mit einer Neuinszenierung ihrer „Carmen“, was eine ausgedehnte Europa-Tournee nach sich zog, u. a. fünf Wochen in Paris. 2015 tourte sie mit „Schwanensee“ und „Carmen“ und zeigte diese Werke in Norwegen, Griechenland, Russland und den Niederlanden. Im November 2015 tanzte sie an der BAM (Brooklyn Academy of Music) in New York, an der Yale University und 2016 auch beim australischen Perth Festival ihre eigene Choreografie zu William Kentridges Stück „Refuse The Hour”. 2016 führte sie „Schwanensee“ in Ottawa, Montreal und vier US-amerikanischen Städten auf, darunter sechs Vorstellungen im New Yorker The Joyce Theater.
Masilo liebt die Klassiker sehr – von Shakespeare bis Tschaikowsky, von Ballett bis Flamenco. Als Tänzerin beeindruckt sie mit der für sie typischen Schnelligkeit und damit, wie sie ihre Rollen auf theatralische und freche Art auflädt. Als Choreografin geht sie mutig die ‚großen’ Stoffe an, verschmilzt kühn die verschiedensten Tanztechniken und mischt Originalpartituren mit denen moderner Komponisten..
The Dance Factory wurde 1992 in Johannesburg mit dem erklärten Ziel gegründet, dem südafrikanischen Tanz eine Heimstatt zu geben. Seit 1994 ist The Dance Factory mit großem Tanzstudio und einem angeschlossenen 220-Plätze-Theater in einem ehemaligen Lagerhaus im Stadtzentrum von Johannesburg untergebracht, das für Tänzerinnen, Tänzer und Publikum aus Stadt und Kommune gut zu erreichen ist.
Von 1993-2001 organisierte The Dance Factory für das städtische Projekt Arts Alive insgesamt neun jährlich stattfindende Festivals, die zu einer Plattform für Projekte verschiedenster Tanzformen wurden: von renommierten internationalen Gästen wie z. B. Donald Byrd/The Group (New York), Rosas (Brüssel), Scapino Ballet (Rotterdam), über südafrikanische Companys bis hin zu Hochschul-Tanzprogrammen und kommunalen bzw. Jugend-Tanzgruppen mit Tanzstilen von Klassischem Ballett bis Gumboot-Dance, von Physical Theatre bis Pantsula.
Die am Festival teilnehmenden Jugend-Ensembles brachten The Dance Factory viele talentierte Nachwuchskünstler und -künstlerinnen – wie z. B. die damals 11-jährige Dada Masilo von der Gruppe The PeaceMakers aus Soweto. Auf Initiative der Gruppenleiter institutionalisierte The Dance Factory auch ein anerkanntes Ausbildungsprogramm für Tanz. Was als Treffen einmal pro Woche begann, entwickelte sich zu einem intensiven Sieben-Tage-die-Woche-Kurs für bis zu 60 Jugendliche unter 18 Jahren, die in Ballet und zeitgenössischem Tanz ausgebildet wurden und Werke von Südafrikas besten Nachwuchs-Choreografen aufführten. Die Finanzierung durch die National School of the Arts und andere Institutionen garantierte einen qualitätvollen akademischen Unterricht. Den Jugendlichen wurde geholfen, ihre Ausbildung nach Abschluss des Dance-Factory-Programms in Südafrika oder anderswo fortzusetzen. Nach ihrer Ausbildung am Performing Arts Research and Training Studios (p.a. r. t. s.) in Brüssel kehrte Dada Masilo als Artist-in-Residence zu The Dance Factory zurück und erhielt hier die Chance, ihre Karriere weiterzuführen.

Konzept und Choreografie: Dada Masilo
Lichtdesign: Suzette Le Sueur
Kostüme: Dada Masilo, Suzette Le Sueur, Ann Bailes,
Kirsten Bailes, Karabo Legoabe
Musik (Bandeinspielung): Peter I. Tschaikowsky, Camille Saint-Saëns, Arvo Pärt, Steve Reich

Termin: Dienstag, 28. November,
19:30 – ca. 20:30 Uhr

Ort: Forum (Großer Saal)

Karten:
36,50 € / 32,50 € / 27,50 € / 18,50 €
Ermäßigungen möglich.
Kartenbüro im Forum, Tel. 0214-406 4113, Stadt-Info im City-Point (Tel. 0214-86 61-111), an allen bekannten Vorverkaufsstellen, über Internet (www.kulturstadtlev.de) sowie eine Stunde vor der Veranstaltung an der Tageskasse


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Letzte Änderung am 13.11.2017 20:59 von leverkusen.
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