Stadtplan Leverkusen
18.06.2017 (Quelle: TSV Bayer 04)
<< Impressionen vom Schlebuscher Volksfest   Internet Initiative besuchte Villeneuve >>

U23-DM: TSV-Athleten gewinnen zwölfmal Edelmetall


Viermal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze! So lautet die Ausbeute der Leverkusener Athleten bei den Deutschen U23-Meisterschaften auf der heimischen Fritz-Jacobi-Anlage. Erwartungsgemäß gewann Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre. Die 3x800-Meter-Staffel der Frauen triumphierte ebenfalls. Für Überraschungssiege sorgten Sprinter Daniel Hoffmann und die 4x100-Meter-Staffel der Männer.
Alles lief programmgemäß: Bo Kanda Lita Baehre war vor heimischer Kulisse der gefeierte Held. Lediglich bei 5,30 Meter musste der U18-Vize-Europameister zweimal Anlauf nehmen. Dann behielt er aber eine weiße Weste – 5,60 Meter inklusive. Damit verbesserte der Schützling von Christine Adams seinen Hausrekord um zehn Zentimeter. An der WM-Norm von 5,70 Meter versuchte sich Bo Kanda Lita Baehre diesmal noch vergeblich. „Kann sein, dass ich die Höhe bald schaffe. Es kann aber auch sein, dass es noch etwas länger dauert“, meinte der talentierte Überflieger. „Gut war, dass ich auch bei den hohen Höhen noch Konkurrenz hatte.“ Zehnkämpfer Torben Blech gab im Feld der Spezialisten eine Top-Figur ab. Er verbesserte sich auf 5,30 Meter und strich Bronze ein.
Sprinter Daniel Hoffmann nutzte seinen Heimvorteil ebenfalls eindrucksvoll und stürmte den Mitbewerbern in 10,52 Sekunden davon. „Ich bin überwältigt. Ich bin einfach gespannt, wie es weiter geht mit mir. Ich habe heute im achten Wettkampf gezeigt, wo es mit mir hingehen kann“, erklärte der Schützling von Tobias Kofferschläger, der in der Vorwoche in Regensburg mit einer Steigerung auf 10,39 Sekunden und der U23-EM-Norm einen deutlichen Fingerzeig gegeben hatte. „Ich bin über beide Ohren motiviert. Ich hatte viele Verletzungsprobleme, jedes Jahr eigentlich irgendeine Kleinigkeit, die einen dann immer wieder herausgebracht hat. Aber jetzt ernte ich die Früchte aus einem Jahr ganz harter Arbeit“, sagte Daniel Hoffmann, der im nächsten Jahr auch über 200 Meter angreifen möchte.
Ein zweites Mal durfte der Newcomer mit der 4x100-Meter-Staffel ganz oben auf dem Podest stehen. Das Quartett setzte sich deutlich gegen die Konkurrenten durch. Nico Menzel, Daniel Hoffmann, Kai Köllmann und Torben Blech demonstrierten optimale Wechsel und durcheilten die Stadionrunde in pfeilschnellen 40,32 Sekunden. „Wir sind im Vorlauf zum ersten Mal in dieser Besetzung gelaufen. Von daher haben wir das Optimum herausgeholt“, strahlte Daniel Hoffmann.
Auch Kai Köllmann durfte zweimal jubeln. Er machte über 200 Meter sein eigenes Rennen und gab alles – was mit 21,16 Sekunden und wie im Vorjahr mit Silber belohnt wurde. „Heute war es wesentlich härter als im vergangenen Jahr. Die Konkurrenz war deutlich stärker. Ich hoffe, dass ich am Dienstag für die U23-EM nominiert werde, zumindest für die Staffel“, sagte der Athlet von Hans-Jörg Thomaskamp.
Die 3x800-Meter-Staffel der Frauen sorgte für einen aus Leverkusener Sicht goldenen Abschluss. Nach 6:23,63 Minuten stoppten für Berit Scheid, Sarah Schmidt und Konstanze Klosterhalfen die Uhren. Mit rund 13 Sekunden Vorsprung gewannen sie die Goldmedaille.
Mehr als glücklich über den Gewinn ihrer Silbermedaille war Stabhochspringerin Ria Möllers. "Ich bin sehr überrascht, dass es so gut lief. Im Training bin ich vor dem Wettkampf ein einziges Mal gesprungen. Dass diese Höhe dabei rausgekommen ist, darüber bin ich sehr, sehr glücklich. Ich wollte eigentlich nur teilnehmen und sehen, ob der Fuß schmerzfrei bleibt. Dass ich am Ende sogar auf dem Silberrang lande, das hätte ich nie gedacht. Am Ende ging ein bisschen die Puste aus, da ich mit dem Anlauf nicht mehr vorne angekommen, aber es ist gut möglich, dass ich in dieser Saison noch 4,20 Meter springe." In Leverkusen brachten ihr übersprungene 4,10 Meter die Vizemeisterschaft.
Der vorjährige nationale Speerwurf-U20-Meister und U23-Vizemeister Nils Fischer wurde mit seinen 72,03 Metern ganz zum Schluss noch auf den Silberrang verdrängt. Der Schützling von Ingrid Thyssen studiert den USA und hatte sich dort Ende Mai auf 75,05 Meter gesteigert, war damit aber knapp an der Norm für die U23-EM vorbeigeprescht. „Es hätte besser laufen können. Ich habe nicht das gezeigt, was ich kann“, kommentierte Nils Fischer. „Ende August geht es zurück in die Staaten. Bis dahin stehen unter anderem die Deutschen Meisterschaften in Erfurt an.“
Für Furore sorgte U20-Sprinterin Jennifer Montag in diesem Jahr schon einige Male – zuletzt mit ihrem 100-Meter-Sprint aus Regensburg in 11,29 Sekunden. In Leverkusen gewann die 19-Jährige in 11,63 Sekunden die Bronzemedaille in der zum Teil drei Jahre älteren Konkurrenz. „Ich weiß gar nicht, was los ist mit mir. In Vor- und Zwischenlauf konnte ich hintenheraus nicht ganz so drücken wie sonst, aber mit dem Finale und meinem dritten Platz bin ich mehr als zufrieden. Jetzt kommt Mannheim und ich hoffe, dass ich bei der U20-EM im Einzel starten darf.“
Einen Doppelerfolg lieferten die beiden Hammerwerfer Michelle Döpke und Dominik Klaffenbach. Michelle Döpke ließ ihren Hammer 60,08 Meter weit fliegen und durfte sich über die Bronzemedaille freuen. „Der Wettkampf ist nicht ganz so gelaufen wie ich erhofft hatte, aber mit dem dritten Platz bin ich auf jeden Fall zufrieden. Ich habe oben viel zu viel gewollt und habe den Hammer zu sehr gezogen. Wenn die Technik sich wieder bessert, hoffe ich in den nächsten Wochen über 63 Meter zu werfen“, erklärte Michelle Döpke. Für Disziplinkollege Dominik Klaffenbach gab es ebenfalls Platz drei. Seine Tagesbestweite: 58,08 Meter. „Es war anstrengend und hat lange gedauert reinzukommen. Es lief technisch nicht so, wie es sein sollte. Aber am Ende kann ich doch ein positives Fazit ziehen und zufrieden sein, dass es doch ein Medaillenplatz geworden ist. Ich werde jetzt eine kurze Wettkampfpause einlegen, um mich auf die Deutschen Meisterschaften in Erfurt vorzubereiten.“
Über Edelmetall durfte sich auch die 4x400-Meter-Staffel der Männer freuen. Für die vier Stadionrunden benötigten Ary Mesgary, Jonathan Riemer, Sven Hauck und Luca Wolf 3:18,62 Minuten. Hinter der LG Region Karlsruhe und dem Team von der LAZ Gießen bedeutete die Zeit Rang drei.

Weitere Top-Acht-Platzierungen im Überblick:
Stefan Voitl Hammerwurf Platz vier 56,08 Meter
Benjamin WeßlingDreisprung Platz vier 15,19 Meter
4X400 Meter Frauen Platz vier 3:51,15 Min.
Nico Rensmann Speerwurf Platz fünf 67,66 Meter
Luisa SchaarStabhochsprung Platz sechs 3,90 Meter
3x1.000 Meter Männer Platz acht 7:56,19Min.

Platzierungen in B-Finals:
Tabea Kempe400 Meter Platz zwei 54,97 Sek.
Luca Wolf400 Meter Platz fünf 48,60 Sek.


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht    

Letzte Änderung am 26.06.2017 14:18 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar: (Achtung: Es sind keine Links erlaubt!)


Um das Formular vor Spam zu schützen, muss dieses ReCaptcha gelöst werden:

Achtung: Spammen zwecklos!
Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet!




Follow leverkusen on Twitter