Stadtplan Leverkusen
09.05.2017 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Zwei Projekte für mehr Transparenz im Bildungsbereich in Leverkusen gestartet


Im Herbst des vergangenen Jahres sind in Leverkusen zwei Projekte gestartet, die helfen sollen, mehr Transparenz in die Leverkusener Bildungslandschaft zu bringen. Am 1. September 2016 hat Katharina Krause als wissenschaftliche Mitarbeiterin ihre Tätigkeit im Kommunalen Bildungsbüro der Stadt Leverkusen aufgenommen. Ihre Aufgabe ist es, in einem Zeitraum von drei Jahren im Rahmen des Programms „Bildung integriert“ – gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Europäischen Sozialfond – ein datenbasiertes Bildungsmanagement in Leverkusen entlang der gesamten Bildungskette aufzubauen. Der Rat der Stadt Leverkusen hatte den Fachbereich Schulen im Jahr 2015 beauftragt, sich für eine Teilnahme an diesem Projekt zu bewerben. Der Antrag wurde ebenso erfolgreich beschieden, wie der eng damit verbundene Förderantrag zur Teilnahme an dem Projekt „Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Hier konnte durch die Zuwendung aus den Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am 15. November 2016 mit Marie Oszegi eine weitere wissenschaftliche Mitarbeiterin für zwei Jahre ihren Dienst bei der Stadt Leverkusen antreten.

„Bildung integriert“
Wie viele Kindergärten und Schulen gibt es in Leverkusen? Welche Angebote und Akteure ermöglichen am Standort lebenslanges Lernen in entsprechenden Einrichtungen? Welche Schulabschlüsse erreichen die Schülerinnen und Schüler und warum entscheiden sich immer weniger für eine duale Ausbildung? Um diese und viele weitere Fragen in einer immer breiter aufgestellten Bildungslandschaft zu beantworten, sind verlässliche Daten unabdingbar.

Im Rahmen des Programms „Bildung integriert“ wird Katharina Krause zunächst bis 2019 gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern aus dem Fachbereich Schulen ein datenbasiertes Bildungsmanagement in Leverkusen aufbauen. Dazu werden möglichst viele Zahlen und Fakten über die regionale Bildungslandschaft gesammelt, analysiert und zum Beispiel in Bildungsberichten veröffentlicht. Fundiert sollen so aktuelle Herausforderungen aufgezeigt und objektive Grundlagen für Entscheidungen von Politik und Verwaltung geschaffen werden.

Darüber hinaus sollen Bildungsakteure in Leverkusen noch besser vernetzt werden, damit möglichst jeder ein passgenaues Angebot finden kann. Ziel ist, am Ende des Projekts auch eine Bildungswebseite für Leverkusen aufzusetzen. Diese soll die Leverkusener und Leverkusenerinnen, aber auch Menschen, die mit dem Gedanken spielen, nach Leverkusen umzusiedeln, umfassend über die Bildungslandschaft in der Stadt informieren.

Der Bund fördert im Rahmen des Projekts „Bildung integriert“ zum einen die Finanzierung von einer Vollzeitstelle sowie Fortbildungen, Dienstreisen und die wissenschaftliche Begleitung und Beratung durch die Transferagentur NRW, die auch für eine Vernetzung mit anderen Kommunen und Kreisen sorgt. Die Kommune steuert dazu nicht nur bereits vorhandenes Datenmaterial, sondern auch aktive Mitarbeit einzelner Mitarbeiter, zum Beispiel aus dem Bildungsbüro, bei. Dieses hat auch wesentlich an der Antragstellung für beide Projekte mitgewirkt.

Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte
Viele verschiedene Wege haben neu zugewanderte Menschen nach Leverkusen geführt. Jeder von ihnen ist einen individuellen Bildungsweg gegangen. Durch Flucht und lange Asylverfahren mit ständigen Umverteilungen ist der rote Faden in vielen Bildungs- und Berufsbiographien gerissen. Ziel muss es sein, dass die Menschen ihre Kompetenzen nutzen und verborgene Potentiale neu entdecken können. Bildungsangebote für Geflüchtete und Migranten legen den Grundstein für Perspektiven und Chancen in der Zukunft.

Das Programm „Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ ermöglicht es, einen Ansprechpartner für die relevanten Bildungsakteure zu stellen. Dazu wird Marie Oszegi eine Übersicht über Angebote und Strukturen entlang der gesamten Bildungskette erstellen. Diese soll es allen Beteiligten leichter machen, Kräfte zu bündeln, Maßnahmen gezielter aufeinander abzustimmen und erfolgreich zu verwirklichen. Dementsprechend arbeitet Marie Oszegi ressortübergreifend im Themenbereich Bildung mit anderen städtischen Fachbereichen, Einrichtungen, Trägern und Verbänden zusammen. Denn sie soll insbesondere bei der Orientierung und Vernetzung koordinierend unterstützen.

Die Bedeutung beider Projekte unterstrich Oberbürgermeister Uwe Richrath mit folgenden Worten: „Wir alle wissen, dass Bildung unsere wichtigste Ressource ist, die für unser Land und unser Gemeinwesen von großer Bedeutung ist. Insofern bin ich sehr froh, dass uns bei beiden Anträgen Erfolg beschieden war. So können wir nicht nur für mehr Transparenz im Bildungsbereich sorgen, sondern auch an Datenmaterial im Bildungsreich kommen, das künftige Weichenstellungen erleichtert.“

Marc Adomat, Dezernent für Schulen, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: „Leverkusen muss im Bildungsbereich keine Angst vor Transparenz haben. Diese müssen wir nur konsequent herstellen und dabei auch lebenslanges Lernen im Blick haben. Vor allem aber geht es um vertrauensvolles Miteinander in der Bildungslandschaft. Dafür sind Offenheit, Kooperation und Vernetzung notwendig.“


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Letzte Änderung am 10.05.2017 01:02 von leverkusen.
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