Stadtplan Leverkusen
04.11.2014 (Quelle: Currenta)
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519 Millionen Euro in die Zukunftssicherung des Standorts Leverkusen investiert


Dr. Ernst Grigat zog beim Abendgespräch mit Journalisten positive Bilanz

Der Chempark Leverkusen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück: "Mit einer Gesamtsumme von rund 519 Millionen Euro für neue Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen haben wir am Standort Leverkusen im laufenden Jahr wichtige Impulse gesetzt, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten", erklärte Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chempark an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen, bei einem Pressegespräch am Dienstag, 4. November 2014, in Leverkusen. "Der Standort hat sich in diesem Jahr gut weiterentwickelt. Das zeigen sowohl die Neu-Investitionen in Höhe von 210 Millionen Euro als auch die Aufwendungen für Instandhaltung, die mit 309 Millionen Euro in diesem Jahr auf einem hohen Niveau liegen", so Grigat weiter. Über die drei Chempark-Standorte verteilt, wurden von 70 Unternehmen insgesamt rund 590 Millionen Euro an Neu-Investitionen getätigt.

Currenta investiert in den Standort
Ein Großteil der Investitionen ist auf den Chemiepark-Manager und -Betreiber Currenta zurückzuführen, der eigene Infrastrukturprojekte realisieren konnte. "Die Fertigstellung der Bauarbeiten am Stellwerkgebäude X 45 im Oktober sind ein weiterer Meilenstein des Großprojekts rund um die Erneuerung der Eisenbahn-Infrastruktur in Leverkusen", berichtete Grigat. Im Zuge der Modernisierung von Leit- und Sicherungstechnik wurde sowohl die Sicherheit der gesamten Anlage als auch ihre Verfügbarkeit erhöht. Der wichtigste Teil der Investition in Höhe von rund fünf Millionen Euro: die Grunderneuerung der Signal- und Sicherungstechnik für das 50 Jahre alte Stellwerkgebäude und die dazugehörigen Außenanlagen. "Mit diesen Maßnahmen sichern wir die Zukunft des Bahngüterverkehrs im Chempark", so Grigat weiter.

Doch nicht nur in die Verkehrsinfrastruktur im Chempark, auch in die Entsorgungsinfrastruktur im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen wurde investiert. Hier werden neben den industriellen Abwässern des Chempark-Standorts Leverkusen auch die Abwässer der umliegenden Kommunen gereinigt - von Leverkusen bis ins Bergische Land. Zukünftig können hier bei starken Regenfällen die rasch ansteigenden Wassermassen in einem neuen Tank gesammelt werden. Innerhalb nur eines halben Jahres haben Monteure insgesamt rund 300 Tonnen Stahl zu einem 21 Meter hohen Puffertank mit einer Kapazität von 15 Millionen Litern zusammengeschweißt. Der neue Tank soll im Dezember dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

"Einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag investiert Currenta in den Bau eines neuen Rohrleitungstunnels unter dem Rhein in Höhe von Köln-Merkenich", zählte Grigat weiter auf. Die Genehmigungsunterlagen wurden im September 2014 eingereicht. Zielsetzung des Projekts ist, dass der neue Tunnel in der zweiten Jahreshälfte 2016 in Betrieb geht. Die Rheinunterquerung ist Teil eines Leitungsbündels, das seit Jahrzehnten den Transport von Stoffen zwischen den Standorten Dormagen und Leverkusen erlaubt. Der neue Tunnel hat einen Durchmesser von drei Metern und ist somit begehbar. Dadurch ergeben sich Vorteile bei der Instandhaltung und der Möglichkeit einer künftigen Nachrüstung. Der Eingriff in die Natur wird beim Bau durch ein unterirdisches Vortriebsverfahren auf ein Minimum reduziert.

Doch nicht nur die geplanten Großprojekte und die damit verbundenen Investitionen tragen zur Zukunftssicherung des Standortes bei. Auch zahlreiche Sanierungsarbeiten, wie etwa die Modernisierung eines Kühlturms, zeigen, dass sich der Standort gut entwickelt hat. Der Kühlturm ist Teil der zentralen Kälteversorgung im Chempark Leverkusen. Bis zu 3.000 Kubikmeter Wasser laufen hier täglich über ein Holzständerwerk, das für die Kühlung und Belüftung des Wassers sorgt. Mit ungefähr 72 Megawatt Gesamtkühlleistung entzieht Currenta den Kühlwässern mit einem speziellen Prozess die Wärme.

Zur positiven Entwicklung des Jahres 2014 haben auch andere Chempark-Partner beigetragen:

LANXESS stärkt Geschäft mit Kationenaustauscherharzen
Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stärkt im Chempark sein Geschäft mit Produkten für die Wasser- und Lebensmittelaufbereitung. Der Konzern hat im September eine neue Produktionsstraße für schwach saure Kationenaustauscherharze der Premiummarke Lewatit sowie eine hochmoderne, lebensmittelgerechte Abfüll- und Verpackungsanlage eingeweiht. Für den Ausbau hat LANXESS an seinem weltweit größten Standort rund zehn Millionen Euro investiert. Schwach saure Kationenaustauscher sind funktionalisierte Polymerperlen, die die Qualität von (Trink-)Wasser verbessern. Sie kommen unter anderem in Kartuschen von Haushaltswasserfiltern zum Einsatz.

Bayer wird reines Life-Science-Unternehmen
Eine strategisch bedeutende Entscheidung von Bayer war der im September 2014 bekannt gegebene Beschluss, sich in Zukunft ausschließlich auf die Life-Science-Geschäfte HealthCare und CropScience zu fokussieren und MaterialScience als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Damit entstehen zwei globale Top-Unternehmen: Bayer als global führendes Unternehmen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze und MaterialScience als führendes Polymer-Unternehmen. Das MaterialScience-Geschäft soll bis spätestens Mitte 2016 als separate Aktiengesellschaft an die Börse gebracht werden.

Repower benötigt für Investitionsentscheid weiterhin Planungssicherheit
Das Schweizer Energieunternehmen Repower plant unverändert den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) im südlichen Bereich des alten Bayer-Kamins mit einer elektrischen Leistung von mehr als 570 Megawatt. Die Projektarbeiten sind weiter fortgeschritten: Kurz vor Abschluss stehen die Vergabeverhandlungen mit den Generalunternehmern sowie die damit zusammenhängenden Genehmigungsverfahren; die Baufeldvorbereitung wurde indes abgeschlossen. Der finale Investitionsentscheid hängt jedoch weiterhin von den Entwicklungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen ab. Repower benötigt hier ausreichende Sicherheit, wie sich das Förderungsmodell von in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) produzierter Energie (Strom und Wärme) entwickelt. "Wie Strom und Wärme aus KWK-Anlagen zukünftig gefördert wird, soll in einer Novelle des KWK-Gesetzes verankert werden. Diese wird für das erste Halbjahr 2015 erwartet", erklärte Grigat.

Infrastruktur um den Chempark sichern
Die Rheinquerung der A 1 in unmittelbarer Nähe zum Chempark bildet einen zentralen Knotenpunkt im europäischen Fernstraßennetz. Im Februar startete Straßen.NRW im östlichen Bereich der Brückenzuführung mit den ersten Sondierungsbohrungen für den Neubau der Rheinbrücke und des Autobahnkreuzes Leverkusen-West. Die Bohrungen wurden im September mit einer zweiten Kampagne fortgesetzt. Mit dieser Maßnahme stellt Straßen.NRW sicher, dass die Fundamente, Trassen und Zufahrten auf einer standfesten Basis gebaut werden. Insgesamt sollen bis zu 180 Bohrungen in diesem Bereich erfolgen - davon zahlreiche auch auf der gesicherten Altablagerung Dhünnaue. "Ganz gleich, wie die spätere Verkehrsführung aussehen wird: Für den Chempark ist entscheidend, dass Gefahrgut-Transporter auch in Zukunft über die Rheinbrücke der A 1 und die zuführenden Autobahnteilstücke fahren können", sagte Grigat und verdeutlichte damit die Bedeutung des Vorhabens für den Chempark.

Mitarbeiterzahlen weiterhin mit positivem Trend
Zum Stichtag 30. September 2014 wurden im Chempark Leverkusen rund 28.900 Beschäftigte gezählt - das sind 800 Menschen mehr als im Vorjahr. Die Stammbelegschaft ist vergleichsweise stabil geblieben.

Wie auch in den Vorjahren setzt der Chempark Leverkusen auf qualifizierten Fachkräftenachwuchs: Zum diesjährigen Ausbildungsstart begrüßte Currenta in Leverkusen 372 Jugendliche. Aktuell bildet das Unternehmen hier - als einer der größten Ausbilder im Rheinland - 1.151 Jugendliche in mehr als 18 Berufen sowie kombinierten Ausbildungs- und Studienprogrammen im naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Bereich aus. Aufgrund einiger bundesweit neu strukturierter Ausbildungsordnungen werden erstmals bei den Büroberufen "Kaufleute für Büromanagement" ausgebildet.

Umfangreiche Informationen zur Berufs- und Studienwahl bot der "Tag der Ausbildung" im September, der zusammen mit dem VCI-Tag der offenen Tür durchgeführt wurde. Hier verschafften sich zahlreiche Jugendliche auf dem Bildungscampus Leverkusen einen persönlichen Eindruck von der Vielfalt und Qualität des Ausbildungsangebots im Chempark.

Ein Jahr "Chempunkt": Bürgerdialog auf Augenhöhe
Kurze Wege, Gelegenheit für spontane Gespräche und themenspezifische Aktionen: All das bietet seit einem Jahr der "Chempunkt" - das Leverkusener Nachbarschaftsbüro in der Friedrich-Ebert-Straße 102. Seit seiner Eröffnung 2013 hat sich das Büro für die Menschen in der Stadt zu einer wichtigen Anlaufstelle entwickelt, um Fragen zu stellen, Anregungen zu geben oder Probleme anzusprechen.

Neben dem aktiven Dialogangebot für Bürger stoßen auch die im "Chempunkt" angebotenen Aktionen wie der Bewerbertag, der Tag des Rauchmelders oder der Besuch eines "Pflanzendoktors" auf gute Resonanz. Auch für Kooperationen etwa mit Vereinen und Verbänden ist der "Chempunkt" offen; so wurde beispielsweise 2014 der Tag des Rauchmelders zusammen mit der Berufsfeuerwehr Leverkusen umgesetzt. Fast 1.000 Besucher waren bei verschiedenen Veranstaltungen und Treffen bislang zu Gast im Chempunkt. "Wir haben das Ohr jetzt ganz nah bei den Anwohnern und bekommen so viel besser mit, was der Nachbar von uns erwartet. So erhalten wir zum Beispiel Hinweise darauf, wo wir uns einbringen oder sozial engagieren können. Das ist sehr effektiv für alle Beteiligten", erläuterte Grigat das Dialogangebot außerhalb des Chempark-Geländes.

Besucherzahlen im Chempark
Guter Nachbar und guter Gastgeber - das ist der Chempark Leverkusen. Mehr als 10.000 Besucher kamen 2014 standortübergreifend in den Chempark. Besonders gefragt: "Chempark mobil". Die an jedem ersten Samstag im Monat stattfindenden Bustouren sind regelmäßig ausgebucht. 2014 nahmen über 1.200 Interessierte an einer der begehrten Rundfahrten teil. Auch im kommenden Jahr wird es dieses Angebot geben. Eine Anmeldung kann per E-Mail an mailto:besucherbetreuung@chempark.de oder telefonisch unter 0214-30 56025 erfolgen. Nähere Informationen finden Interessierte unter http://www.chempunkt.de/zu-besuch-im-chempark-leverkusen.html.

Einen Blick hinter die Kulissen werfen - das war auch Motto des diesjährigen Tags der offenen Tür des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). Rund 11.000 Besucher strömten an diesen Tag in den Chempark. Dort lockten das Aktionsareal rund um die Kaiser-Wilhelm-Allee mit interaktiven Ausstellungen und Experimentierstationen sowie verschiedene Erlebnistouren und Führungen durch ausgewählte Betriebe und Labore. "Wir freuen uns sehr, dass unser Angebot bei den Nachbarn und Mitarbeitern so gut angekommen ist. Die Veranstaltung trägt dazu bei, den Nutzen und Wert der chemischen Industrie transparent zu machen und die Akzeptanz im Standortumfeld zu stärken", so Dr. Grigat.

Neue Schulprojekte erfolgreich angelaufen
2014 setzte Currenta seine "Max und Marie"-Reihe für Grundschüler erfolgreich fort. "Max und Marie - so sicher wie nie!" ist bereits das vierte Schulprojekt, das der Chempark gemeinsam mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. (DUA) für die Primarstufe entwickelt hat. Im Mittelpunkt der naturwissenschaftlichen und umweltpädagogischen Unterrichtseinheiten steht immer das Experimentieren und Ausprobieren. Seit August ist ein weiteres Projekt angelaufen: "Sicher durchs LeBEN - gut geschützt in Schule und Freizeit!" Im Mittelpunkt der 45-minütigen Unterrichtseinheit steht BEN, eine lebensgroße Stoffpuppe, sowie ein Koffer voller sicherer und "unsicherer" Alltagsgegenstände. Rund 5.500 Schüler nahmen 2014 im Umfeld der Chempark-Standorte an den neuen Projekten teil.

Alle Angebote rund um das Thema Schule sind in der neuen Schulbroschüre "Chempark macht Schule" zusammengefasst.

Nicht nur im Printbereich setzt der Chempark auf eine gezielte und verbesserte Kundenkommunikation - auch online ist das Unternehmen gut aufgestellt: Seit Ende Oktober präsentiert sich Currenta mit einem neuen Internetauftritt unter www.currenta.de. "Mit diesem Internetauftritt können sich insbesondere unsere Kunden im Chempark noch einfacher als bisher über das vielschichtige Dienstleistungsangebot von Currenta informieren", führte Grigat zum Ende der Veranstaltung aus.


9 Bilder, die sich auf 519 Millionen Euro in die Zukunftssicherung des Standorts Leverkusen investiert beziehen:
04.11.2014: D304
04.11.2014: D203
04.11.2014: D202
04.11.2014: D202
04.11.2014: D203
04.11.2014: Ben
04.11.2014: Ernst Grigat und Ben
18.02.2014: Kühlturm
12.11.2013: Ben auf Reisekoffer

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Letzte Änderung am 08.08.2016 20:14 von leverkusen.
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