Stadtplan Leverkusen
24.02.2008 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Ecker empfiehlt sich mit Silber für die WM, Kraus erzielt Optimum


Der WM-Dritte Danny Ecker hat dem TSV Bayer 04 Leverkusen in einem spannenden Stabhochsprungfinale das erste Edelmetall bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen beschert. Mit seiner Jahresbestleistung von 5,80 Metern holte der Halleneuropameister hinter dem höhengleichen Münchner Tim Lobinger Silber. Bronze über 3000 Meter erkämpfte sich Langstrecklerin Melanie Kraus (9:32,60 min).

„Mit 5,80 Metern war fast nicht zu rechnen“, erklärte Danny Ecker nach einer bisher mittelmäßigen Saison. Dass es für 5,85 Meter nicht mehr reichte, führte der Deutsche Meister vor allem auf die Länge des Wettkampfes und den Reisestress zurück. Ecker war zwei Tage zuvor noch im schwedischen Stockholm gesprungen. Mit dem zweiten Platz und erfüllter WM-Norm (5,70 m) hat sich der Leverkusener für die Hallen-WM in Valencia (7.-9. März) empfohlen. Bevor es für ihn aber nach Spanien gehen soll, reist er mit Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier als WM-Botschafter der globalen Titelkämpfe 2009 in Berlin nach Indonesien, Singapur und Vietnam. „Das ist eine einmalige Chance. Danach bleibt mir fast eine Woche, um mich wieder zu akklimatisieren. Das dürfte reichen“, sagte Ecker, der 1998 in Valencia als Hallen-EM-Dritter hinter Sieger Tim Lobinger und seinem Vereinskollegen Michael Stolle seine erste internationale Medaille gewonnen hatte.

Nur aufgrund der größeren Anzahl an Fehlversuchen musste sich der Deutsche Juniorenmeister Tobias Scherbarth mit persönlicher Bestleistung von 5,65 Metern im Wettstreit um den dritten Platz dem Konwestheimer Hallen-WM-Vierten Fabian Schulze geschlagen geben. „Ich bin nicht traurig, dass es keine Medaille geworden ist. Ich denke, meine Zeit kommt noch“, sagte Scherbarth. Als nächstes hat er sich den Angriff auf die 5,70 Meter vorgenommen. Malte Mohr als Sechster (5,60 m) und Lars Börgeling, der sich mit 5,50 Metern Rang sieben mit Titelverteidiger Björn Otto teilen musste, konnten nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen.

„Ich kann noch schneller laufen, aber ich brauche dafür mehr Rennen“, stellte Melanie Kraus fest und fügte hinzu: „Das war für heute das Optimum.“ Die Siegerin des Frankfurt-Marathons hatte besonders mit dem hohen Anfangstempo zu kämpfen, denn sie bereitete sich zuletzt in Südafrika auf die 42,195-Kilometer-Distanz vor. „Das war auf den ersten zwei, drei Runden ein richtiger Geschwindigkeitsrausch für mich“, sagte die WM-20. Vereinskollege Michael May erreichte über die gleiche Distanz bei den Männern den sechsten Rang. Auch er war über den schnellen ersten Kilometer überrascht und bezeichnete die Zeit von 8:13,33 Minuten als „ok“.

Weitspringerin Angela Dies katapultierte sich im letzten Durchgang mit der Steigerung ihrer Hallenbestleistung auf 6,31 Metern fast bis aufs Treppchen. Zur drittplatzierten Kathrin van Bühren (Kevelaerer SV) fehlte der Leverkusenerin gerade mal ein Zentimeter: „Ich hätte nicht gedacht, dass der letzte Sprung noch so gut wird, das war super.“ Die 23-Jährige zeigte eine konstante Serie mit Weiten zwischen 6,07 und 6,13 Metern, ehe ihr mit dem sechsten Versuch der entscheidende Ausreißer noch oben gelang. Von ihrer Freiluftmarke trennen Dies nur fünf Zentimeter.

Konstanz auf hohem Niveau bot auch Anne-Kathrin Elbe als Siebte über 60 Meter. Im Vorlauf verbesserte sie ihre Hausmarke erst auf 7,44 Sekunden, bestätigte dieses Resultat im Zwischenlauf und drückte die Zeit im Finale um eine weitere Hundertstelsekunde auf 7,43 Sekunden. „Damit habe ich mein Ziel erreicht“, erklärte die Leverkusenerin. Am zweiten Wettkampftag geht Elbe über 60 Meter Hürden an den Start: „Auch da will ich Bestleistung laufen – die Platzierung kommt dann von alleine.“ Sprinter Aleixo-Platini Menga verzichtete nach 6,80 Sekunden im 60-Meter-Vorlauf aufgrund von Beugerproblemen auf den weiteren Wettkampf.

Die beiden Gold-Hoffnungen Robin Schembera und Ingo Schultz erfüllten ihre Vorlaufaufgaben sicher. Ex-Europameister Schultz legte als Sieger seines 400-Meter-Rennens mit 47,26 Sekunden die beste Vorlaufzeit auf die Rundbahn. Über die doppelte Strecke war U20-Europameister Schembera in1:51,80 Minute am Flottesten.

Auch die weiteren Mittelstreckler überstanden die erste Runde unbeschadet. Saskia Janssen erreichte in 4:29,05 Minuten als Dritte ihres Laufes ebenso das Finale wie Annett Horna in 2:10,74 Minuten und Kerstin Marxen in 2:10,76 Minuten über 800 Meter.

Die Leverkusener Top-Acht-Platzierungen des ersten Tages:

Männer: 3000 Meter: 6. Michael May 8:13,33 min; Hochsprung: 6. Marc Dittmann 2,05 m, 6. Benjamin Ellerbrock 2,05; Stabhochsprung: 2. Danny Ecker 5,80 m, 4. Tobias Scherbarth 5,65 m, 6. Malte Mohr 5,60 m, 7. Lars Börgeling 5,50 m.

Frauen: 3000 Meter: 3. Melanie Kraus: 9:32,60 min; 60 Meter: 7. Anne Kathrin Elbe 7,43 sec; Weitsprung: 4. Angela Dies 6,31 m.

Die kompletten Ergebnisse gibt es unter www.leichtathletik.de.


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