Stadtplan Leverkusen
16.03.2007 (Quelle: Bayer 04)
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Wolfgang Holzhäuser: Sport steht wieder allein im Vordergrund


In eigener Sache schreibt Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im BayArena Magazin: Die Zeit war lang und voller emotionalem Auf und Ab. Was so leicht als Konsolidierung daher gesagt wird, bedeutet Entbehrung, Verzicht, Konzentration auf das Machbare und nicht auf das Wünschenswerte. Doch wenn dann das Ziel erreicht ist, kommt Genugtuung auf.

Es ist weniger die Zufriedenheit darüber, dass die Finanzen wieder in Ordnung gebracht worden sind, als vielmehr die Freude, sich jetzt wieder ganz dem Hauptaugenmerk widmen zu können – nämlich dem Sport. Profi-Fußball will Erfolg. Profi-Fußball braucht Erfolg. Erfolge aber brauchen im Profisport Geld.

Erstmals wieder schwarze Zahlen
Heute können wir feststellen: Wir haben das Tal durchschritten. Wir schreiben nach vielen Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen. Wir können wieder Geld aufwenden für Verstärkungen der Mannschaft. Wir können zum Beispiel wieder Transfer-Erlöse für neue Spieler einsetzen.

Unsere „Strategie Nachwuchs“ ist erfolgreich
Natürlich haben wir in den letzten Jahren Fans und Sponsoren einiges zumuten müssen. Wir haben uns von sehr guten Spielern trennen müssen. Sie wurden durch gute Spieler oder auch durch so genannte Perspektiv-Spieler – in der Regel Nachwuchskräfte – ersetzt. Die Folge war eine Verjüngung der Mannschaft, die hier und da anfällig wurde. Wir haben aber aus der Not eine Tugend gemacht, denn die jungen Spieler haben ihre Chance genutzt. Beste Beispiele sind Gonzalo Castro, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Assimiou Touré, Pierre De Wit und als letztes besonders beachtetes Beispiel Torwart René Adler. Allesamt „Eigengewächse“ mit Perspektive. Unsere „Strategie Nachwuchs“ hat Erfolg gehabt.

Die Nr. 1 am Rhein
Sie belasten den Etat natürlich (noch) nicht so stark, wie die „Etablierten“. Doch auch deren Gehälter konnten wir einvernehmlich den notwendigen Gegebenheiten anpassen. Und obwohl wir auch die Transfer-Erlöse zur finanziellen Konsolidierung nutzen mussten, sind wir nicht – wie von einigen Kritikern prophezeit – zur „grauen Maus“ geworden. Wir sind nach wie vor die Nr. 1 am Rhein.

Die Fans haben Verständnis
Aber ich bin den Fans dankbar dafür, dass sie – auch wenn es manchmal schwer zu fallen schien und hier und da der Unmut emotional spürbar wurde – einsichtig waren und Geduld hatten. Ja, die meisten hatten verstanden, dass wir einschneidende Maßnahmen ergreifen mussten, um letztendlich die Existenz des Profi-Fußballs in Leverkusen zu retten. Und dankbar bin ich auch dem Mutterkonzern der Fußball GmbH, nämlich der Bayer AG, die diese schwere Zeit äußerst positiv begleitet hat.

International dabei
Unser Ziel ist und bleibt es, auch in Zukunft auf der europäischen Bühne aktiv zu sein. Und nach wie vor gehören wir auch mit unseren finanziellen Aufwendungen zum oberen Drittel der Bundesliga – wenn wir auch am unteren Ende dieses Drittels stehen.

Die Fußball GmbH: Ein modernes Unternehmen
Wir haben die letzten Jahre aber auch dazu genutzt, die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH den modernen unternehmerischen Anforderungen an einen Profi-Club anzupassen. Drei Säulen „tragen“ das Unternehmen: Direkt unter der Geschäftsführung sind dies der Bereich Sport unter der Leitung von Rudi Völler, der Bereich Finanzen und Personal unter der Führung von Konstanze Neuser und als dritter – jetzt neu hinzugekommen – der Bereich Kommunikation, der Medien, Marketing und Services umfasst. Hierfür haben wir mit Meinolf Sprink eine ideale Besetzung in der Leitungsfunktion gefunden.

Sprink: Vom Sportbeauftragten zum Leiter der Bayer 04-Kommunikation
Meinolf Sprink, der die Funktion des Kommunikations-Leiters am 1. April 2007 antreten wird, ist den meisten als Sportbeauftragter der Bayer AG ein Begriff. Er ist gelernter Kaufmann, Journalist und Öffentlichkeitsarbeiter. Darüber hinaus kennt Meinolf Sprink aus seiner bisherigen Tätigkeit national und international alle Fassetten des Sports. Er ist außerdem ein Kenner der nationalen und internationalen Sport-Szene und weiß um die Belange der Bayer AG in ihrem Engagement für den Sport.

Gesellschafter-Ausschuss: Unter „Aufsicht“ von „Mister Sportschau“
Voraussetzung für den Wechsel von Meinolf Sprink ins operative Geschäft der Fußball GmbH war natürlich dessen Ausscheiden aus dem Gesellschafter-Ausschuss, dem Kontrollgremium der Fußball GmbH. Auch hier fanden erhebliche Veränderungen statt. Denn „unser Aufsichtsrat“ – diese Funktion hat dieses Gremium nämlich – ist erheblich verändert worden. Von bisher faktisch drei Mitgliedern wurde er auf fünf aufgestockt.

Zu den bisherigen Mitgliedern Klaus Beck, Vorsitzender des Gesamtvereins TSV Bayer 04 Leverkusen, und dem bis dato beratend tätigen Rainer Meyer, Leiter der Konzernrevision der Bayer AG, sind nach dem Ausscheiden von Meinolf Sprink der Leiter der Konzernfinanzen der Bayer AG, Johannes Dietsch, und Michael Schade, stellvertretender Leiter der Konzern-Kommunikation der Bayer AG, hinzugekommen. Darüber hinaus haben wir erstmals auch externen Sachverstand in unserem Kontrollgremium. Mit Heribert Faßbender, bis September letzten Jahres Sport-Chef des Westdeutschen Rundfunks und uns allen vor allem als „Mister Sportschau“ ein Begriff, wird ein ausgesprochener Fachmann in Sachen Sport und Fußball ein Auge auf unsere Arbeit werfen.

Konzentration auf das Kerngeschäft Fußball
Heribert Faßbenders Mitgliedschaft im Gesellschafter-Ausschuss ist aber gleichzeitig auch Ausdruck dafür, dass wir uns jetzt wieder intensiver unserem eigentlichen Kerngeschäft, nämlich dem Fußball widmen. Und wenn wir dabei einen weiteren renommierten Fürsprecher gefunden haben, dann kommt das sicher dem Fußball zugute. Und auf Fußball, erfolgreichen Fußball, müssen und werden wir uns jetzt wieder voll und ganz konzentrieren. Wir müssen uns dabei weiterhin nach dem Machbaren richten – bei effizienterem Einsatz der Mittel werden wir vielleicht bald auch wieder von der „Königsklasse“, der Champions League träumen können.


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Letzte Änderung am 03.06.2014 16:33 von leverkusen.
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